Seite drucken

Therapie



Verego - Konzept

Ergotherapie

Tiergestützte Therapie

Sprachtherapie

Hippotherapie

Physiotherapie

 

  • Das VeRegO – Konzept

    Einleitung

    Die Anzahl von schwerst neurologisch betroffenen Patienten, insbesondere im Wachkoma und seine Remissionsphasen, steigt sowohl im stationären als auch im ambulanten Versorgungsbereich. Diese Tatsache und die Budgetierung der zu verordnenden Heilmittel, machen fundiertes und tiefgreifendes Wissen über die Behandlung dieser spezifischen Patienten unabdingbar.
    Um optimale Therapieergebnisse, trotz weniger und kürzerer Behandlungen, erreichen zu können, müssen die Therapeuten der einzelnen Fachdisziplinen (Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie) gemeinsam konkrete Konzepte umsetzen.

    Das VeRegO-Konzept

    Die Notwendigkeit Änderungen in den therapeutischen Strategien zu bewirken, führte zur Entwicklung des VeRegO-Konzeptes.
    Das VeRegO-Konzept bietet als ganzheitliches transdisziplinäres Konzept effiziente und leicht anwendbare Therapieansätze für die Arbeit mit schwerst neurologisch betroffenen Patienten auf dem Weg von der Intensivstation bis zur Rückkehr ins häusliche Umfeld - auch unter außerklinisch- intensivmedizinischen Bedingungen. Ziel ist die Einführung und Umsetzung von strukturierten Therapiekonzepten zur Verbesserung der Versorgung von Patienten im Wachkoma, tracheotomierten und beatmeten Patienten.

    Selbstverständnis & therapeutische Sichtweise

    Die Symptome unserer Patienten wie Spastiken, Kontrakturen, Respiratorabhängigkeit und falsche Schluckmuster, können durch frühzeitiges gemeinsames Eingreifen aller Berufsgruppen vermieden oder gemildert werden.

    In der Abkehr von einem defizitorientierten Behandlungsansatz, in dem Menschen im Wachkoma als "Mängelwesen" betrachtet werden, entwickelte das Team des Therapiezentrums Rhein- Erft einen ganzheitlichen transdisziplinären Behandlungsansatz, der Wachkoma als "menschenmögliche Seinsweise" betrachtet (vgl. Nydahl, 2007).

    Wachkoma wird als ein Zustand, nicht als eine Krankheit betrachtet. Ein Zustand bei dem das Bewusstsein einschließlich aller geistigen Funktionen und Gefühlen nicht ergründet werden kann. Dies bedeutet jedoch nicht, dass diese Funktionen nicht mehr vorhanden sind (vgl. Haupt, W.F. et al., 2003) !

    Primäres Therapieziel sollte es also sein einen Zugangsweg zum Patienten zu schaffen und einen Weg für ihn zu erarbeiten, über den sinnvolle Kommunikation im Dialog möglich ist.

    Transdisziplinarität

    Das VeRegO- Konzept versteht sich als ein ganzheitlicher transdisziplinärer Therapieansatz.

    Transdisziplinarität ist als eine Weiterentwicklung des interdisziplinären Arbeitens zu betrachten. Die an der Therapie beteiligten Berufsgruppen sollen nicht mehr nur zusammen- nebeneinander arbeiten, sondern vielmehr in ihrer Zusammenarbeit von einander profitieren.



    Der Begriff der Transdisziplinarität beschreibt diese Überlappung und Verschmelzung therapeutischer Kompetenzen mit dem Ziel einer optimierten Diagnostik und Behandlung. Sicherlich ist die Schaffung eines "allwissenden" Therapeuten nicht das Ziel. Pflege und Therapeuten sind und bleiben Spezialisten in ihrer Profession. Sie können aber Behandlungsansätze anderer Berufsgruppen in ihre Therapie miteinbeziehen und so einen großen Beitrag zur Umsetzung eines 24- Stunden- Konzeptes leisten. Besonders große Relevanz für transdisziplinäres Arbeiten besteht in den Bereichen Transfer und Lagerung, sowie den eng daran geknüpften Bereich der Therapie der Schluckstörungen und des Trachealkanülenmanagements.

    Eine Zusammenarbeit und Kombination der therapeutischen Disziplinen ergibt ein Gesamtkonzept von dem sowohl die Patienten und Angehörigen, als auch die Therapeuten selbst profitieren.

    Die drei Säulen des VeRegO- Konzept

    Das VeRegO-Konzept setzt die Prinzipien der Vertikalisierung (Aufrichtung), Regulation (Normalisierung) und Oralisierung (normales Essen, anstatt PEG) um. Sie sind im VeRegO- Konzept Basis jeglichen therapeutischen Handelns. Da sie miteinander gekoppelt, sich ergänzen und voneinander abhängen, sind sie nur im transdisziplinären Team effizient umzusetzen.

    Vertikalisierung (Aufrichtung) und Regulation (Normalisierung) bedingen einander, sind voneinander abhängige Faktoren. Eine Aufrichtung in eine sitzende oder stehende Position bedingt eine Normalisierung der gesamten Muskulatur. Sie ist Spitzfußprophylaxe, reguliert schlaffe Muskulatur im Rumpf und löst "therapieresistente" Beißreflexe. Umgekehrt wird durch eine gute Muskelspannung Aufrichtung erst möglich.

    Regulation bezieht sich im VeRegO- Konzept aber nicht nur auf die Muskelspannung. Vielmehr bedeutet der Begriff die Normalisierung in ganz unterschiedlichen körperlichen, aber auch sozialen Bereichen, wie z.B. Wahrnehmung, Kommunikation oder der Tagesstruktur.

    Eine Normalisierung der Verarbeitung im Bereich der Wahrnehmung führt häufig zur Verbesserung des eigenen inneren Körperbildes. Damit ist nicht selten ein Abbau von Schreckhaftigkeit verbunden, der in einer Senkung der Gesamtmuskelspannung resultiert.

    Der Begriff der Oralisierung meint die normale Nahrungsaufnahme – Schmecken, Kauen und Schlucken. Das Eis, den Kaffee oder das Schnitzel mit allen Sinnen genießen können.

    Bei tracheotomierten Patienten sind das Ziehen der Trachealkanüle, der Tracheostomaverschluss und das Essen über den Mund zunächst Fernziele. Nahziele sind eine stabile Atmung über die oberen Atemwege (Nase und Mund), sowie ein sicheres Abschlucken des Speichels. Erst dann wird ein schrittweises Entwöhnen von der Trachealkanüle und ein stufenweiser Aufbau des Essens angestrebt, an dessen Ende die normale Nahrungsaufnahme ohne PEG steht.

    Zusammenfassung

    Die Besonderheiten in der Behandlung von Menschen im Wachkoma und die Vielzahl an Problemen und Aufgaben für Therapeuten machen ein transdisziplinäres Therapiekonzept, wie das VeRegO- Konzept, unabdingbar. Aktuelles Fachwissen und Routine im Umgang mit Trachealkanülen sollte Grundlagenkompetenz eines jeden Therapeuten sein, der in diesem spezifischen Arbeitsbereich behandelt. Nur dann ist eine Erhaltung des Ist- Zustandes, Dekubitus- und Kontrakturenprophylaxe, ein Abbau des Pflegeaufwands, aber vor allem eine Ermöglichung der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben gewährleistet. Letztendlich stellt das VeRegO-Konzept die Lebensqualität der Menschen im Wachkoma in den Mittelpunkt der Therapie und nur darauf darf sich unser therapeutisches Handeln konzentrieren.

  • Ergotherapie

    Ergotherapie ist eine medizinisch-therapeutische Fachdisziplin, die die Behandlung gestörter körperlicher, sozio-emotionaler und psychischer Funktionen im Kindes- und Erwachsenenalter zum Gegenstand hat.
    Mit Hilfe von Simulation und Training alltagsrelevanter Situationen werden Defizite behoben bzw. Kompensationsstrategien erlernt. Dies gelingt durch den Einsatz kreativ-gestalterischer Techniken, neurophysiologischer Behandlungsverfahren (Bobath, PNF, Affolter), sowie tiergestützter Therapieformen.
    Die größtmögliche Selbständigkeit in den Aktivitäten des täglichen Lebens ist das uneingeschränkte Behandlungsziel.

    • Leistungsspektrum

      • Ausführliche Befunderhebung und Festlegung individueller Therapiestrategien
      • Ergotherapeutische Einzelbehandlung
      • Ergotherapeutische Gruppenbehandlung
      • Strukturierte Schulung und Anleitung der Angehörigen (Eltern / Partner / Kinder)
      • Hausbesuche
      • Tiergestützte Therapie
  • Sprachtherapie

    Sprachtherapie ist eine medizinisch-therapeutische Fachdisziplin, die Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluckbeeinträchtigung, die zu einer Einschränkung der Kommunikationsfähigkeit führen, zum Gegenstand hat. Sprachtherapie beschäftigt sich mit der Prävention, Beratung, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation der Stimme, des Sprechens, der Sprache, sowie des Schluckens in allen Altersgruppen. Im frühkindlichen und kindlichen Bereich überwiegen die Behandlungen von Störungen der Sprachentwicklung auf den sprachlichen Ebenen Wortschatz, Grammatik und Phonologie. Darunter fallen zum Beispiel Dysgrammatismus (Störungen des Satzbaus und Störungen der Wortflexion, also z.B. Anwenden des Plurals), Aussprachestörungen, Auslassungen, Ersetzungen sowie Veränderungen einzelner Laute und Lautverbindungen (Phonologische Störung).
    Behandelt werden ebenso Kinder im Schulalter mit Schwierigkeiten im Schriftspracherwerb (Legasthenie, LRS, Dyslexie, Dysgrafie).
    Eine weitere Zielgruppe sind Patienten mit Sprachstörungen bei neurologischen Erkrankungen oder Unfallfolgen (Aphasie, Dysarthrie / Dysarthrophonie und Schluckstörungen).

    • Leistungsspektrum

      • ausführliche Durchführung und Auswertung standardisierter Testverfahren zur sprachtherapeutischen Befunderhebung
      • ausführliche Durchführung und Auswertung standardisierter Testverfahren zur schlucktherapeutischen Befunderhebung
      • sprachtherapeutische Einzelbehandlung
      • sprachtherapeutische Gruppenbehandlung
      • strukturierte Schulung und Anleitung der Angehörigen (Eltern/ Partner/ Kinder)
      • Hausbesuche
    • Anwendungsfelder

      • Störungen der Aussprache (phonetische und phonologische Störungen), z.B. Lispeln
      • Dysgrammatismus (eingeschränkte grammatikalische Fähigkeiten)
      • eingeschränkter Wortschatz, sowohl aktiv als auch passiv
      • Sprachentwicklungsstörungen und -verzögerungen bei Kindern
      • Selektiver Mutismus, Mutismus und Autismus
      • Myofunktionelle Therapie: orofaciales Muskeltraining in enger Zusammenarbeit mit Kieferorthopäden
      • Dysphagie (Schluckstörung): kindlich falsches Schluckmuster (Zungenstoß), neurologische Schluckstörungen (z.B. nach Schlaganfall)
      • Aphasien (Sprachstörung z.B. nach Schlaganfall, Unfällen/Schädel-Hirn-Trauma)
      • Dysphonien (Stimmstörungen)
      • Dysarthrie: Koordinationsstörung von Stimme, Artikulation, Atmung und Tonus (z.B. bei Morbus Parkinson, ALS, Multiple Sklerose, Schlaganfall und Schädel-Hirn-Trauma)
      • Sprach- und Sprechstörungen im Rahmen einer Demenz (z.B. Alzheimer)
  • Physiotherapie

    Physiotherapie ist eine medizinisch- therapeutische Fachdisziplin, die die Behandlung gestörter körperlichen Funktionen zum Gegenstand hat. Vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter werden körperliche Defizite mit verschiedenen Therapiekonzepten und -techniken behandelt. Um körperliche Handlungsfähigkeit wiederzuerlangen oder zu erhalten nutzt die Physiotherapie unter anderem das Konzept nach Bobath, PNF (propriozeptive neuromuskuläre Faszilitation), Manuelle Therapie, SET u.ä.

     

    Zielsetzung der Therapie ist die bestmögliche körperliche Selbstständigkeit und Unanhängigkeit des Patienten.

    • Leistungsspektrum

      • Ausführliche Befunderhebung und Festlegung individueller Therapiestrategien
      • Physiotherapeutische Einzelbehandlung
      • Physiotherapeutische Gruppenbehandlung
      • Strukturierte Schulung und Anleitung der Angehörigen (Eltern/ Partner/ Kinder)
      • Hausbesuche
      • Tiergestützte Therapie
  • Tiergestützte Therapie

    Tiere fördern auf sozio-emotionaler Ebene den Zugang, um in der Interaktion zwischen Patient und Therapeut eine körperliche, sozio-emotionale und psychische Entwicklung zu ermöglichen und die ergotherapeutischen Zielsetzungen zu erreichen.
    Im Rahmen der Tiergestützten Therapie erlebt der Patient eigene neue Wertschätzung und Akzeptanz.

  • Hippotherapie

    Hippotherapie ist eine medizinische therapeutische Fachdisziplin, die die Therapie mit und auf dem Pferd zum Gegenstand hat.
    Die Schrittform des Pferdes wird auf die Beckenbewegung des Patienten übertragen. Diese simuliert die Bewegungsphasen des menschlichen Ganges. Gleichgewicht sowie Koordination und Wahrnehmung werden geschult. Durch die entspannte Umfeldsituation und dem Pferd als AKTIVEM Therapeuten sind vor allem therapiemüde Patienten gut zu erreichen.

    • Leistungsspektrum

      • Ausführliche Befunderhebung und Festlegung individueller Therapiestrategien
      • Behandlung in Einzeltherapie
Rhein-Erft
Zeiss Straße 19
50171 Kerpen
+49 (0) 2237 / 6 03 70 97
+49 (0) 2237 / 6 03 94 99
Zum Kontaktformular wechseln
Köln-Nord
An der Schanz 1
50735 Köln-Riehl
+49 (0) 221 / 9 98 17 58
+49 (0) 221 / 9 98 17 57
Zum Kontaktformular wechseln
Bergisch-Land
Rathausplatz 3
42651 Solingen
+49 (0) 212 / 22 62 72 97
+49 (0) 212 / 22 62 72 96
Zum Kontaktformular wechseln
 

Impressum | This website redeveloped by Raziza Inc.